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Die Keupstraße als Medienereignis 2004-2014
Eingestellt am Freitag, 16. Mai 2014
Am 9. Juni 2014 jährt sich der Nagelbombenanschlag des NSU auf der Keupstraße zum zehnten Mal. Ein großes Konzert und eine Vielzahl von Veranstaltungen erinnern zu Pfingsten an das neonazistische Attentat, bei dem über 20 Menschen schwer verletzt wurden. Das mediale Interesse verspricht gewaltig zu sein. Im Sommer steht das Thema Keupstraße auch beim „Jahrhundertprozess“ in München auf der Tagesordnung. Eine gleichermaßen breite Berichterstattung wird dieses Verfahren, das zehn Morde, zwei Bombenanschläge mit Schwerverletzten und 15 Raubüberfälle des NSU aufklären soll, begleiten.
Während heute die rassistische Motivation des Anschlags in der Keupstraße außer Fragen steht, hatten Deutschlands Leitmedien vor zehn Jahren, im Juni 2004, die Deutungen von Polizei und Politik übernommen: Ein „fremdenfeindlicher Hintergrund“ wurde ausgeschlossen, stattdessen vermutete man die Täter in einem „kriminellen Milieu von Migranten“. Die voreilige und falsche Festlegung auf das Anschlagmotiv avancierte trotz der wenigen geäußerten Zweifel für mehr als sieben Jahre zur medialen Wirklichkeit. Eine Korrektur folgte erst nach der Selbstentlarvung des NSU am 4. November 2011. Solange währte eine Wirklichkeit, die aus den Opfern potentielle Täter machte.
Was bedeutet dies für eine Berichterstattung über die Keupstraße, den NSU und den Prozess heute? Welche Fragen stellen die Medien jetzt? Wie beleuchten sie die Aktivitäten der Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden? Wie kann eine adäquate Berichterstattung aussehen?
Über diese Fragen diskutieren Ayça Tolun, Leiterin der Türkischen Redaktion beim WDR und ARD-Berichterstatterin beim Münchner NSUProzess, Richard Heister, Kölner Korrespondent der Nachrichtenagentur Agende France-Presse, und Axel Spilcker, heute Redakteur bei „Focus“, 2004 Polizeireporter beim Kölner Stadt-Anzeiger am Freitag, 23. Mai 2014, von 14 bis 16 Uhr im Veranstaltungsraum auf der 2. Etage des NS-Dokumentationszentrums, Appellhofplatz 23-25.
Bei der Veranstaltung arbeitet die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln mit dem AWO Bezirksverband Mittelrhein/Integrationsagentur und Neue deutsche Medienmacher zusammen.
Quelle: Stadt Köln

Montag
23. April 2018

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