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Auftrag für die Mülheimer Brücke ist erteilt
Eingestellt am Mittwoch, 21. Februar 2018
Die Beigeordnete für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur der Stadt Köln, Andrea Blome, hat am 19. Februar 2018, den Auftrag zur Generalsanierung der Mülheimer Brücke mit einem Volumen von rund 137 Millionen Euro an das Schweizer Bauunternehmen Implenia Construction Deutschland übergeben. Damit ist ein weiterer Schritt für den Beginn der umfangreichen Arbeiten vollzogen. „Ich bin froh, dass wir nun endlich mit der Generalinstandsetzung der Mülheimer Brücke beginnen können. Die Mülheimer Brücke hat eine immense Bedeutung für die Verkehrsinfrastruktur der Stadt Köln“, so die Beigeordnete.
Auf Grund des Nachprüfantrags eines unterlegenen Bieters während des Vergabever-fahrens ist es zu einer siebenmonatigen Verzögerung für die Vergabe des Sanierungsauftrags gekommen. Nachdem die Vergabekammer Rheinland den Nachprüfungsantrag zurückgewiesen und damit die Rechtmäßigkeit des Verfahrens bestätigt hat, ist nun der Weg für die weiteren Vorbereitungen und den Beginn der Generalsanierung frei. „Mit diesem Auftrag wirkt Implenia an der nachhaltigen Verbesserung der Verkehrsinfrastruk-tur in Köln mit. Es freut uns, unser technisches Können und die Erfahrung aus anderen innerstädtischen Verkehrsprojekten dabei übergreifend einsetzen zu können“, erklärte Stefan Roth, Geschäftsbereichsleiter Implenia Construction Deutschland.
Die Rheinbrücke aus dem Jahr 1951 besteht aus vier einzelnen Bauwerken, die teilweise neu zu bauen sowie teilweise von Grund auf instandzusetzen und zu verstärken sind. Auf der rund einen Kilometer langen Brücke verlaufen vier Fahrspuren für den Individualverkehr sowie die Gleistrassen für den öffentlichen Personennahverkehr. Zwei der vier Brückenbauwerke, nämlich die Deichbrücke und die Rampe am rechten Rheinufer, werden abgerissen und neu aufgebaut. Die anderen beiden Bauwerke, die Strombrücke und die Flutbrücke, werden instandgesetzt und verstärkt. Außerdem umfasst der Auftrag unter anderem die Erneuerung des Fahrbahnbelags und der Gehwege, den Neubau von Entwässerungseinrichtungen und den Austausch der Hängeseile.
Die Generalinstandsetzung der Mülheimer Brücke wird in fünf Bauphasen erfolgen:
In der vorgezogenen Phase 0, in der sich das Vorhaben derzeit befindet, erfolgen verschiedene Maßnahmen zur Bauvorbereitung. Dazu gehörten in den vergangenen Wochen und Monaten bereits die Suche nach Weltkriegsbomben unterhalb der Deich- und Flutbrücke sowie die Freiräumung von Flächen durch Rodungen und Rückschnitte von Bäumen und Sträuchern. Nun werden die Baustellenflächen im Brückenbereich eingerichtet. Die weiteren vorbereitenden Arbeiten erfolgen im Laufe dieses Jahres. Sie sind für Autofahrer und Passanten bemerkbar, führen jedoch zu keinen Einschränkungen für den Brückenverkehr.
In der Bauphase 1 wird der gesamte Individualverkehr auf die Nordseite der Brücke verlegt. Dem motorisierten Individualverkehr wird dann in beiden Fahrtrichtungen jeweils nur eine Fahrspur zur Verfügung stehen. Der Stadtbahnbetrieb der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) bleibt in dieser Projektphase aufrechterhalten. Die Südseiten aller Bauwerksbereiche werden abgebrochen und erneuert beziehungsweise verstärkt und in-standgesetzt. Mit der ersten Bauphase soll Anfang 2019 begonnen werden, sie wird rund 15 Monate in Anspruch nehmen.
In der nächsten Bauphase wird der motorisierte Individualverkehr wieder aufgeteilt auf die Nord- und auf die Südseite der Brücke, jedoch mit nur einer Fahrspur in jede Richtung. Die jeweils linken, also die an der Stadtbahntrasse gelegenen Fahrspuren, werden für Bauarbeiten und den Baustellenverkehr benötigt. Im Bereich der Stadtbahntrasse er-folgen Abbrüche beziehungsweise Verstärkungen und Wiederinstandsetzungen. Der Stadtbahnbetrieb muss für voraussichtlich 19 Wochen eingestellt werden. Stattdessen wird ein Schienenersatzverkehr zwischen Wiener Platz und der dann provisorisch umgebauten Haltestelle Slabystraße angeboten. Die zweite Bauphase soll rund vierein-halb Monate benötigen.
In Bauphase 3 wird der KVB-Stadtbahnbetrieb wieder aufgenommen. Der Verkehr wird wie in Bauphase 1 über die Brücke geführt. Vor Ort werden Restarbeiten aus der ersten Bauphase vorgenommen. Diese Arbeiten werden voraussichtlich drei Monate dauern.
Im Rahmen der vierten Bauphase wird der gesamte Individualverkehr auf die Südseite der Brücke verlegt. Dem motorisierten Individualverkehr steht auch dann in beiden Fahrtrichtungen jeweils nur eine Fahrspur zur Verfügung. Der Stadtbahnbetrieb wird aufrechterhalten. Die Nordseiten aller Bauwerksbereiche werden abgebrochen und erneuert beziehungsweise verstärkt und instandgesetzt. Hier ist von einer Dauer von etwa zwölf Monaten auszugehen.
Abschließend erfolgen restliche Arbeiten und die Wiederherstellung der üblichen Verkehrsführung. In dieser Bauphase 5 steht die Brücke dem Verkehr wieder wie vor Beginn der Generalsanierung zur Verfügung.
Über die einzelnen Bauphasen mit den jeweiligen Baufortschritten und insbesondere über die Sanierungsmaßnahmen, die Auswirkungen auf den Verkehr haben werden, wird die Stadt sukzessive und zeitnah informieren.
Quelle: Stadt Köln

Montag
23. April 2018

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